Inhalt:
"Nachhaltigkeit" ist ein Schlüsselbegriff, der gegenwärtig Hochkonjunktur hat. Mit dem Adjektiv "nachhaltig" sind generell positive Werte verknüpft, eine "nachhaltige Lösung" ist visionär und zukunftsgerichtet. Der Begriff der "Nachhaltigkeit " eignet sich bestens, um unterschiedlichste Entscheide, Ideen und Lösungen zu verkaufen. Vielfach aber tragen angeblich "nachhaltige" Lösungen und Strategien nur der wirtschaftlichen Effizienz Rechnung, missachten aber den Schutz der natürlichen Umwelt und nehmen keine Rücksicht auf die gesellschaftliche Solidarität.
Gerade die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass man zwar eine gewisse Zeit gegen soziale und ökologische Standards verstossen kann, doch irgend wann brechen solche nicht-nachhaltigen Systeme ein - auch wenn es wie im Fall der Apartheid 30 Jahre dauert. Das gleiche beobachten wir in der Wirtschaft. Auf der wirtschaftlichen Ebene hat man jahrzehntelang einem Mega-Mythos gehuldigt: dass die Welt immer besser werde, wenn wir uns dem Shareholder-Value verschreiben. In der Schweiz erleben wir nun schmerzhaft, dass diese "Gewinnoptimierungs-Mentalität" Trümmerfelder hinterlässt, die die Gesellschaft aufzuwischen hat. Ebenso schmerzhaft und beängstigend sind die immer häufiger werdenden Naturkatastrophen, mitverursacht durch die Verschwendung unserer Ressourcen und den überbordenden Konsum in den reichen Ländern.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit in konkrete Politik umzusetzen - gar Dorfpolitik - ist oft äusserst schwierig. Die Diskussion geht dann los, wenn sich bei konkret anstehenden Entscheidungen die Frage stellt, welche Massnahme nun wirklich als "nachhaltig" anzusehen ist, welche Lösung unter wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten gesamtheitlich die beste ist.
Nachhaltig sind Entscheidungen dann, wenn sie die Lebensbedingungen zukünftiger
Generationen verbessern und ihnen Spielraum für die eigene Gestaltung schaffen.
Wir sollten vermehrt den folgenden Satz zur Grundlage des Entscheidens und Handeln
machen:"Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren
Kindern geliehen."
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Martin Heeb
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Zuchwil probt offene Jugendarbeit
Der Gemeinderat von Zuchwil lässt durch eine neu gegründete Arbeitsgruppe abklären, wie es um die Jugendlichen in der Gemeinde steht. Die Arbeitsgruppe Jugendfragen - kurz AGJ - hat im Frühling begonnen Fragen zu stellen und Fakten zusammen zu tragen.
Zuchwil ist in der glücklichen Lage den Themenbereich ohne Hast angehen zu können. Obwohl man als Aussenstehender Zuchwil als klassische Agglomerationsgemeinde einstufen würde, sind aufsehenerregende oder störende Jugendliche nicht an der Tagesordnung.
Die Aktion wurde durch ein gemeinsames Postulat aller politischen Parteien ins Leben gerufen und geht Hand in Hand mit einer Überwachungskampagne des öffentlichen Raumes. Alarmiert durch Vorkommnisse in anderen Gemeinden will der Gemeinderat die Problematik präventiv angehen.
Die AGJ hat sich mit Vereinen und Organisationen in Verbindung gesetzt und hat bereits gemeinsam mit der Linie10, dem Jugendmobil des Kantons, die direkt Betroffenen - die Jugendlichen - angegangen. Den Vereinsverantwortlichen fällt immer stärker die zunehmende Ungebundenheit der Jugendlichen auf. Das traditionsreiche Vereinsleben sagt vielen Jugendlichen nicht mehr zu - und doch ist es wichtig für sie, sich in Gruppen integrieren zu können. Die Jugendlichen selbst suchen Orte, wo sie sich aufhalten können ohne zu stören.
Die AGJ prüft nun, wie sich der fast 2-wöchige Aufenthalt der professionellen Jugendarbeiterinnen bewährt hat. Wir erhoffen uns wichtige Erkenntnisse über das, was die Jugendlichen in Zuchwil bewegt. Neben Workshops, Spiel und Gemeinschaft wurden die Jugendlichen nämlich auch über ihre Freuden und Leiden im Dorf befragt.
Zusätzlich werden Erfahrungen aus anderen Gemeinden zusammengetragen. Über offene Jugendarbeit oder Jugendräume wird momentan nämlich nicht nur in Zuchwil diskutiert: In anderen Gemeinden der Region sind bereits konkrete Projekte am Entstehen. Neben der Aufbruchstimmung, die von allen Betroffenen verspürt wird, zeichnen sich aber leider wegen der zunehmend misslichen Finanzlage auch einige dunkle Wolken ab!
Wie zu erwarten war, hat "Politik für die Jungen" in der Gemeinde keine wirklich starke Lobby. Die SP muss sich deshalb dafür einsetzen, dass Jugendförderung nicht nur als Lippenbekenntnis bei diversen teuren Infrastrukturprojekten ein Anliegen bleibt.
Rolf Borner, AGJ Zuchwil
Zuchwiler Finanzen: Sparen angesagt
Zuchwil geht es finanziell nicht mehr so gut wie in den Neunziger Jahren. Verantwortlich dafür sind zwei Hauptursachen:
Es rächt sich nun, dass alle Warnungen meines Vorgängers Ueli Bucher in den Wind geschlagen und diverse Anträge der SP auf Investitionskürzungen im Gemeinderat jeweils knapp abgelehnt wurden.
Was bedeutet die drohende Verschlechterung der Finanzlage? Zum einen müssen die Investitionen auf das Allernötigste beschränkt werden und jeglicher Wunschbedarf ist vorläufig aufs Eis zu legen. Glücklicherweise scheint das die grosse Mehrheit der politisch Verantwortlichen endlich eingesehen zu haben. Zum anderen müssen wir auch in der laufenden Rechnung sparen. Da der Spielraum für Kostensenkungen sehr gering ist - der allergrösste Teil der Ausgaben ist gesetzlich gebunden - tut das Sparen weh. Wir kommen nicht darum herum, auch in unseren Kernbereichen Bildung und Soziales Prioritäten zu setzen und gewisse berechtigte Anliegen auf später verschieben. Und beim Unterhalt der Gemeindeanlagen müssen wir uns auf das Notwendigste beschränken und nur gerade soviel tun, dass Folgeschäden vermieden werden.
Aufgrund des Bugdetentwurfes 2003 bin ich immerhin zuversichtlich, dass wir eine ausgeglichene Laufende Rechnung präsentieren können ohne die Schmerzgrenze bei den Einsparungen stark zu überschreiten. Und bei der Verschuldung wird in den nächsten Jahren zumindest eine Stabilisierung erfolgen, sofern die politischen Behörden die notwendige Disziplin aufbringen. -> Schuldenentwicklung
Gilbert Ambühl, Gemeindepräsident
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Wir gratulieren ganz herzlich folgenden SP-Mitglieder, die zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober einen hohen Geburtstag feiern können:
Fritz Aeschlimann zum 81. Geburtstag
Dora Hippenmeyer zum 81. Geburtstag
Rudolf Loosli zum 81. Geburtstag
Anna Brunner zum 80. Geburtstag
Hans Zuberbühler zum 76. Geburtstag
Pia Küng zum 75. Geburtstag
Vinzens Köchli zum 73. Geburtstag
Ernst Volken zum 72. Geburtstag
Auch zum runden Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich:
Rolf Borner zum 30. Geburtstag
Manuela Graf zum 30. Geburtstag
Felix Epper zum 35. Geburtstag
Elisabeth Ambühl zum 45. Geburtstag
Monique Hess zum 50. Geburtstag
Urs Scheidegger zum 60. Geburtstag
Urs Weber zum 60. Geburtstag
| 24. Oktober | Kantonaler Parteitag |
| 19. und 20. Oktober | Parteitag der SP Schweiz im Kongresshaus in Zürich |
| 9. November, Vormittag | Workshop zur Jugendarbeit 2002 und Parteiversammlung zum Budget |