Inhalt:
Stellen wir uns vor, unser 9000-Seelen Dorf Zuchwil würde die Welt repräsentieren.
Dann würden in Zuchwil nur 10 Personen aus der Schweiz, 1900 weitere EuropäerInnen,
5130 Asiaten und Asiatinnen, 720 AfrikanerInnen und 1260 AmerikanerInnen (Nord-
und Südamerika) leben.
Wenn wir die Weltbevölkerung auf die Bevölkerung von Zuchwil reduzieren könnten,
so wären 6300 Personen Analphabeten, 7200 EinwohnerInnen würden in maroden Häusern
leben und nur 90 Personen hätten einen Computer (also etwa so viele Personen,
wie an einer schlecht besuchten Gemeindeversammltung teilnehmen).
Wenn wir hier in Zuchwil und in der Schweiz jeden Tag sauberes Wasser trinken
dürfen und genug essen können, so haben wir das bessere Los gezogen als Millionen
Menschen, die die nächste Woche wegen Unterernährung oder Krankheiten nicht
mehr erleben werden.
Wenn wir noch nie erlebt haben, was die Gefahren eines Krieges bedeuten oder
welche Wunden Folterung und Verfolgung hinterlassen, so geht es uns in Zuchwil
und in der Schweiz besser als Hunderten von Millionen Menschen in anderen Weltgegenden.
Obwohl uns auch in der Schweiz Sorgen bedrücken, so besitzen wir Privilegien,
die wir nicht allein unserem Fleiss und unserer Tüchtigkeit verdanken. Wie sähe
es wohl bei uns aus, wenn wir jedes Jahr fürchten müssten, dass Trockenheiten
wie in Afrika die Ernten vernichten könnten? Welchen Wohlstand hätten wir wohl
in der Schweiz, wenn wir nicht mit einem befriedeten und prosperierenden Europa
Handel treiben könnten? Wir würde die Schweiz wohl mit dem riesigen Flüchtlingsstrom
umgehen, den das bettelarme Pakistan bewältigen musste?
Die reiche Schweiz kann die vielen Probleme in der wirtschaftlich globalisierten
Welt nicht lösen. Sie kann aber zu einer Globalisierung der Gerechtigkeit, der
Menschenrechte, der Demokratie und des Friedens beitragen. Einen Rahmen, sich
für diese grundlegenden Werte einzusetzen, bietet die UNO. Darum bitte ich Sie,
an der Abstimmung zum UNO-Beitritt teilzunehmen und "Ja" zu stimmen. Mit unserem
Engagement in der UNO können wir auch die Solidarität mit Völkern zum Ausdruck
bringen, die weniger Glück haben als wir Schweizerinnen und Schweizer.
.
Martin Heeb
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Weiterbildungsveranstaltung der SP Zuchwil vom 19. Januar 2002
Der Bildung misst die SP in der Politik traditionell hohe Priorität bei. Fundierte
Kenntnisse sind nicht nur im Alltag und Berufsleben von grosser Bedeutung, sondern
auch eine Voraussetzung für eine erfolgreiche politische Arbeit. Aus diesem
Grund lud der SP-Vorstand Mitglieder des Gemeinderates, der Kommissionen und
des Vorstand zu einer Weiterbildungsveranstaltung ein. Insgesamt 18 Personen
liessen sich informieren, diskutierten miteinander, tauschten Erfahrungen aus
und entwickelten Ideen für die Zukunft Zuchwils. Dass die gut 4stündige Veranstaltung
für gestandene PolitikerInnen und für Politikneulingen, für Männer und Frauen,
für das jugendliche SP-Mitglied und für den Pensionierten zu einer wertvollen
Erfahrung wurde, verdanken wir zum grossen Teil Elisabeth Ambühl-Christen. Sie
moderierte den Nachmittag souverän und hat zusammen mit Elsbeth Corti, Charles
Bucher und Gilbert Ambühl die Veranstaltung minutiös und kompetent vorbereitet.
Der erste Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Informationsvermittlung:
Unser Gemeindepräsident stellte den Aufbau der Gemeinde, die Aufgaben des Gemeinderates
und der Kommissionen vor. Anschliessend orientierten die drei GL-Mitglieder
über das SP-Leitbild, das vor einigen Jahren ausgearbeitet wurde und nach wie
vor viele aktuelle Zielsetzungen und Anliegen der SP Zuchwil enthält. Nach diesem
Informationsblock sind die Teilnehmenden in der Lage, beispielsweise folgende
drei Fragen mühelos zu beantworten: (Testen Sie ihr Wissen! Antworten am Schluss
des Beitrages):
1. Ab welcher Ausgabenhöhe ist in Zuchwil obligatorisch eine Urnenabstimmung
durchzuführen?
2. Sind Sitzungen des Gemeinderates öffentlich und könnte ich als EinwohnerIn
einer Sitzung der Schulkommission beiwohnen?
3. Kann ich an einer Gemeindeversammlung einen Vorschlag einbringen und verlangen,
dass darüber abgestimmt wird?
Das aktive Mitwirken aller war dann beim Gespräch "im Fishpool" gefragt. Bei
dieser Gesprächsform diskutieren jeweils maximal 4 Personen in wechselnder Zusammensetzung
miteinander. Sehr rasch schwenkte die Diskussion auf das Thema Jugendpolitik
ein: Spannend waren die unterschiedlichsten Gesichtspunkte, die von den jüngeren
SP-Mitgliedern, den Mitorganisatoren der Jungbürgerfeier, von Vätern und Müttern
und von "Profis" im Jugendbereich eingebracht wurden. Unbestritten war, dass
die Gemeinde Zuchwil im Bereich der Jugendpolitik einen Nachholbedarf aufweist.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem unpolitischen Teil, der aber
für den politischen Erfolg langfristig ebenfalls sehr bedeutsam ist: den Grundregeln
für den Umgang miteinander. Nur wenn wir uns innerhalb der Partei respekt- und
würdevoll begegnen, können wir alle unsere Kräfte für unsere politischen Ziele
einsetzen und letztlich glaubwürdig für eine sozialere und gerechtere Welt einstehen.
Martin Heeb
(Frage 1: 5 Mio. Franken / Frage 2: Gemeinderatssitzungen sind öffentlich, nicht aber Kommissionssitzungen / Frage 3: An der Gemeindeversammlung kann nur über Geschäfte abgestimmt werden, die der Gemeinderat traktandiert hat)
Für die SP Zuchwil neu im Gemeinderat - Rolf Borner stellt sich vor
Als SP-Neumitglied dürfte ich den
meisten von Ihnen ein Unbekannter sein. Dass Sie mich dennoch in den Gemeinderat
und auch in den Vorstand gewählt haben, freut mich deshalb umso mehr. Vielleicht
möchten Sie mehr über mich wissen? Ich werde Ihnen also ganz kurz ein paar Anknüpf-Punkte
aufzählen, damit Sie mich bei Gelegenheit selbst "anhauen" können:
Ich habe eben meinen 29ten Geburtstag erfolgreich hinter mich gebracht, und
habe demnach noch ein knappes Jahr zu leben, bevor ich endgültig zum grossen
Rest des alten Eisens gehöre. Ich bin in Zuchwil, an der Rainstrasse, aufgewachsen
und habe auch die Schulen hier besucht. Nach der Kanti in Solothurn habe ich
in Zürich mein Studium in Geographie, Politologie und Ethnologie als "dipl.
geogr." abgeschlossen. Nach zwei Jahren bei der Schweizerischen Akademie für
Entwicklung (SAD), in denen ich unter anderem eine Tagung zum Thema "Muslime
in der Schweiz" organisiert habe, bin ich in die Informatikbranche als System-Administrator
und Supporter übergelaufen. Zur Zeit führe ich als Mitinhaber die bzs-Informatik
GmbH, ein Startup-Unternehmen in der Netzwerk- und Sicherheitsbranche. Zusätzlich
habe ich Lehraufträge im Teilpensum an der Kreisschule Gäu, die es mir erlauben
mein Doktorat über den Kosovo-Konflikt zu finanzieren.
Wenn ich nicht mit Geldverdienen beschäftigt bin, koche ich fürs Pfarreisommerlager
(Stöcklilager), trainiere die Handballer des TV Zuchwil oder sitze einfach in
meinem Garten am Lindenweg. Und damit ich noch lange in Ruhe hier sitzen kann,
setze ich mich mit Ihnen zusammen für ein aufgeschlossenes und tolerantes Zuchwil
ein.
Rolf Borner
Zum Tod von Madeleine Ryf-Bigler
"Wir können gar nicht sagen, wie sehr wir dich immer vermissen werden". Diese Worte, aufgeschrieben von André Ryf für die Abdankung seiner Frau Madeleine, sind auch Ausdruck unserer Gefühle. Ja, Madeleine Ryf fehlt uns! Ihr Gruss: "Hoi, sali du!", ihre Spontaneität, ihr Lachen, ihre stete grosse Hilfsbereitschaft bleiben uns unvergesslich. Überall, wo sie um Hilfe oder Rat angefragt wurde, half sie uneingeschränkt. Sie war für alle da: Für die Familie, die Freunde, die Gemeinschaft und besonders auch für unsere SP. Immer zeigte sie grosses Interesse an unseren Anliegen. Kaum eine Versammlung oder einen anderen Anlass unserer Partei hat sie ausgelassen, hörte aufmerksam zu und äusserte ihre Meinung kritisch und offen. Parteiintern war Madeleine für die Mitgliederbetreuung zuständig und brachte mit ihrer unkomplizierten Art Freude bei Krankenbesuchen und Geburtstagsgratulationen. Dazu hatte die SPZ mit Madeleine über Jahre ein gute Vertreterin in der Kindergarten-Aufsichtskommission und der Hauswirtschaftskommission, für die sie auch mit grossem Engagement in der Planungsgruppe für die neuen Schulküchen mithalf. Dass Madeleine das Wohl der Kinder am Herzen lag, zeigte sich zudem in ihrer Mitarbeit im Verein für Abenteuerspielplätze. Seit der Gründung im Jahre 1975 war sie ununterbrochen als aktives Mitglied tätig, amtete bis zu ihrem Tod als Kassierin und setzte sich noch letztes Jahr bei Eltern, Schulen und Behörden vehement für das Weiterbestehen des Robinson-Spielplatzes ein. Nun wurde Madeleine am 8. Dezember 2001 durch ein Herzversagen mitten aus all diesen Aktivitäten herausgerissen. Obwohl wir alle von ihren Asthmaproblemen wussten, war die Nachricht von ihrem Tod für uns unfassbar. Madeleine wir vermissen dich sehr.
Eva und Markus Fuchs
| Mitgliederbetreuung nach dem Tod von Madeleine Ryf: Neu sind Verena Probst, Gartenstrasse 12A, (Tel.: 032 685 38 53) und Eva Fuchs (Stellvertretung) für die Mitgliederbetreuung zuständig. Wenn Sie SP-Mitglieder kennen, die ein Jubiläum feiern, erkrankt sind oder die sich über einen Besuch freuen würden, wenden Sie sich an Verena Probst. |
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Wir gratulieren ganz herzlich folgenden SP-Mitgliedern, die zwischen dem 1. November und dem 28. Februar einen hohen Geburtstag feiern können:
Johann Ryf zum 96. Geburtstag
Otto Schürch zum 80. Geburstag
Walter Buri zum 77. Geburtstag
Erika Knuchel zum 75. Geburtstag
Ernst Stuber zum 75. Geburtstag
Paul Werthmüller zum 73. Geburtstag
Walter Mettler zum 72.Geburtstag
Anita Giovanelli zum 71. Geburtstag
Leopoldine Siegenthaler zum 71. Geburtstag
Auch zum runden Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich:
Markus Reichenbach zum 40. Geburtstag
Paul Richard zum 55. Geburtstag
Wir gratulieren unseren SP-Mitglieder
Claudia Merz zu ihrem KV-Lehrabschluss
Fabian Malovini zur bestandenen Matura
Marcel Aeby und Manuela Graf zu ihrer Wahl als Zelgli-Schulhauswarte
und wünschen ihnen viel Erfolg und Zufriedenheit!
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22 Februar |
Jass- und Spielabend |
| 3. März | Eidg. Urnengang (unter anderem UNO-Abstimmung) |
| 15. März 2002, 20.00 Uhr, Pfarrsaal der kath. Kirche | Musik-Spektakel mit dem Angklung-Duo. Freier Eintritt. Organisiert von der Kulturkommission. |
| 25. April 2002 | GV SP-Wasseramt |
| 26. April 2002, 19.30 Uhr | GV SP Zuchwil |