Nr. 30 vom Oktober 2001
Internet - Ausgabe

 

Inhalt:

 

Editorial: Informatik an den Zuchwiler Schulen

Die Schule von heute ist selbstverständlich nicht mehr die Schule von gestern. So wie sich das Umfeld der Schule wandelt, so ist es auch eine überlebenswichtige Notwendigkeit, dass sich die Schule den Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt stellt. Zu diesen Veränderungen gehört auch der Einzug der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in unseren Alltag. Als Beispiele dazu seien der Umgang mit Kreditkarten, mit neuen Billetautomaten, mit dem Internet und mit E-Mails genannt. Der Umgang mit diesen neuen Technologien ist eine eigentliche Schlüsselqualifikationen geworden wie Schreiben, Lesen und Rechnen. Nur wer mit den neuesten technischen Möglichkeiten vertraut ist, findet sich in der heutigen Welt zurecht.

Der Einsatz von Informatik soll deshalb bereits in der Primarschule eingeführt werden. Der Gemeinderat hat auf Antrag der Schulkommissionen einem Pilotprojekt auf der Primarschule zugestimmt. Die bereits vorliegenden ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv. Die Schüler und Schülerinnen lernen am PC selbständig zu arbeiten und können gezielt individuell gefördert werden. Gleichzeitig lernen sie den Umgang mit der IKT als etwas Alltägliches und Selbstverständliches kennen und schätzen. Es ist aus unserer Sicht ausserordentlich wichtig, dass alle unsere Zuchwiler Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, diese Schlüsselqualifikation zu erwerben, denn längst nicht alle haben zu Hause Zugang zu einem PC!

Die Weiterentwicklung unserer Schule in verschiedensten Bereichen ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Eine gute Schule zählt zu den Standortvorteilen jeder Gemeinde! Sie ist aber nicht zum Nulltarif zu haben.

Elsbeth Corti

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Zuchwil gestern, heute und morgen

Anlässlich der Übergabe der Amtsgeschäfte an Gilbert Ambühl habe ich mich relativ kritisch zur politischen Befindlichkeit der Einwohnergemeinde Zuchwil geäussert. Die Medien berichteten verhältnismässig ausführlich darüber. Was also läuft nicht rund im Staate "Zuchwil"?

Nun die Antwort ist recht banal. Die guten Jahre haben die Gemeindebehörden ziemlich träge gemacht. Eine gewisse Ignoranz verhinderte ernsthafte Diskussionen um die matchentscheidenden Themen.

Augenfälligstes Beispiel ist der Finanzbereich. Seit Jahren blieben Warnungen über wenig positive Zukunftsaussichten ungehört. Die Bildung von Reserven (beispielsweise für den Erhalt der bestehenden Infrastrukturen) wurde mit fadenscheinigen Argumenten verhindert. Nun ist wohl die Chance, vorausschauend zu handeln, definitiv vertan. Die Zeit der hohen Ertragsüberschüsse wird so schnell nicht wiederkehren. Dabei war die Entwicklung seit Jahren voraussehbar und wurde auch klar kommuniziert. Die Steuererträge bei den natürlichen Personen (exkl. Nachtaxationen) stagnieren nunmehr seit 10 Jahren.

Neben der finanziellen Planung sind die organisatorischen Gegebenheiten der Gemeinde ein wichtiger Aspekt für die Zukunftsgestaltung. Die veralteten, verkrusteten Formen vermögen den modernen Anforderungen an ein Gemeinwesen nicht mehr zu genügen. Zu komplex sind die heutigen Fragestellungen, zu dynamisch die Änderungsprozesse.

An einem aktuellen Beispiel möchte ich erläutern, was falsch läuft:

Die Zuchwiler Schulen beabsichtigen, Informatiktechnologien auch in Primarschulklassen einzuführen. Nun wird debattiert, ob Laptops oder Desktops beschafft werden sollen, ob ein drahtgebundenes oder ein drahtloses Netz tauglicher sei, ob in den Klassen oder in speziellen EDV-Zimmern unterrichtet werden soll usw.
Das sind Fragen, welche nicht der Gemeinderat, sondern die Schulkommission oder ev. sogar die Schulleiter klären müssen. Die Fragestellung für den Gemeinderat ist eine völlig andere. Welcher Nutzen resultiert aus dem Einsatz von Informatikmitteln für die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Stufen? Sind die Aufwendungen im Verhältnis zu diesem Nutzen vertretbar? Welches sind die jährlichen Folgekosten und wie können diese mittel- bis langfristig, auch im Kontext mit den übrigen Gemeindeaufgaben, finanziert werden? Diese entscheidenden Grundsatzfragen werden leider häufig ausgeklammert. Viele Behördemitglieder haben leider die Tendenz, die Arbeit der Spezialisten oder gar der Profis zu erledigen. Eine übergeordnete Gesamtschau unterbleibt aber häufig.

Die allzu stark aufgeteilten Zuständigkeiten innerhalb der Gemeindeorganisation verhindern nicht nur die Übersicht. Durch die starke Aufteilung der Verantwortlichkeiten fühlt sich letztlich niemand mehr verantwortlich. Auf Grund von unklaren Verantwortlichkeiten ist beispielsweise die Solothurner Kantonalbank untergegangen. Leider wurden in Zuchwil kaum Lehren aus dem Bankdebakel gezogen. Weder die deutliche Straffung der Behördenstrukturen, noch die Einführung der wirkungsorientierten Verwaltung (WOV) scheinen derzeit spruchreife Themen in unserer Gemeinde zu sein.

Gerne hoffe ich, dass die neue Führungsmannschaft überfällige Grundsatzfragen beherzt aufgreifen und die Gemeindeorganisation, im Sinn von heutigen Führungsgrundsätzen, von Nachhaltigkeit und von WOV, modernisieren wird.

Ulrich Bucher, alt Gemeindepräsident

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Für die SP Zuchwil neu im Gemeinderat - Agnes Flühmann-Brügel stellt sich vor

Kennen Sie die Alpschule ................? Nicht? So ging es mir auch bis Anfang Juli dieses Jahres................. ich nutzte die Gelegenheit, während eines Freiwilligen Einsatzes, auf einer Alp im Bernbiet den Kindern zweier Sennen-Familien den Schulstoff während drei Wochen zu übermitteln. Ganz im Gegensatz zu meiner täglichen Erwerbsarbeit im Frauenhaus und auf der Frauenberatungsstelle suchte ich die heile Welt!

Ende August, anfangs September habe ich während drei Wochen vier Kinder der Älplerfamilien unterrichtet. Eine spannende, herausfordernde Zeit, eine Zeit, die ich auch nutzte, meine eigenen Lebensziele und Prioritäten neu zu formulieren, also auch eine gute Vorbereitung auf meine Arbeit im Gemeinderat von Zuchwil.

Wo erleben wir noch, dass Schule und Bildung im Stellenwert nach der Versorgung der Kühe kommt? Wo ist die Umwelt noch so intakt wie in den Alpen? Wo gehen Kinder und Jugendliche barfuss durch's taufeuchte Gras in die Hütte der "Pädagogin"?

In dieser Arbeit auf der Alp kam vieles meiner bisherigen beruflichen und persönlichen Arbeit zusammen und viele mir wichtigen Themen haben sich darin gefunden. Meine Erstausbildung als Kindergärtnerin, sowie die beruflichen Weiterbildungen im psychologischen und medizinischen Bereich, ja sogar die Weiterbildung als Clown ( Humor in der Therapie) halfen mir in der Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts, und in der Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen der 4 Kinder. Die Arbeit mit den Kindern zeigt mir deutlich, dass sich Chancen für gleiche Bildung nicht wirklich in allen Belangen durchgesetzt hat. Daran zu arbeiten ist mir wichtig.

Meine Kontakte als "Alplehrerin" beschränkten sich vornehmlich auf die Mütter der betreuten Kinder - Erziehung und Kinderbetreuung sind hier zum grössten Teil noch die Aufgabe der Frauen. Mein Herz litt Qualen, müssen doch - so meine Einstellung - alle Lebensbereiche mit männlichen und weiblichen Augen gesehen und dem Verständnis beider Geschlechter gelöst werden. Wir werden wohl auch im Gemeinderat weiter an der Gleichwertigkeit und dem Respekt aller Menschen arbeiten müssen.

Vor "meinem" Alphüttchen, Schul- und Wohnhäuschen in einem, sass ich abends bei Kerzenschein, fühlte mich zurückversetzt in Heidis Zeiten von Johanna Spyri und genoss die unversehrte Landschaft. In jene Zeit wollen und können wir nicht mehr zurück; mir hat diese Erfahrung gezeigt, dass wir alle, jeder und jede Sorge tragen müssen zu unserer Umwelt, damit solche und ähnliche Erfahrungen weiterhin möglich sind.

Ich freue mich auf die Arbeit, zusammen mit Menschen aus Zuchwil an der Entwicklung unserer näheren Um- und Mitwelt mitzuarbeiten. Ich stelle mich der Herausforderung, mich in neue Themenbereiche einzuarbeiten und neues zu lernen. Ich danke allen, die mir diese und neue Erfahrungen durch ihre Stimme ermöglichten. .

Agnes Flühmann-Brügel

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Aus der SP-Familie

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Wir gratulieren ganz herzlich folgenden SP-Mitgliedern, die zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober einen hohen Geburtstag feiern können:

Jean Meyer zum 86. Geburtstag

Fritz Aeschlimann zum 80. Geburtstag

Dora Hippenmeyer zum 80. Geburtstag

Rudolf Loosli zum 80. Geburtstag

Anna Brunner zum 79. Geburtstag

Hans Zuberbühler zum 75. Geburtstag

Pia Küng zum 74. Geburtstag

Vinzens Köchli zum 72. Geburtstag

Ernst Volken zum 71. Geburtstag

 

Auch zum runden Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich:

Peter Mosimann (45)

Agnes Flühmann (50)

Kurt Zürcher (55)

Markus Fuchs (60)

 

Wir freuen uns

mit Franziska Moser Biedermann und Heinz Biedermann über die Geburt ihres dritten Kindes Nils Kristofer am 7. Juni!

 

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Einladung zur Parteiversammlung

vom Mittwoch, 7. Mai, 19.30 Uhr

Restaurant Boccalino (Sääli)

Traktanden

1. Begrüssung

2. Budget 2002 der Einwohnergemeinde: Information (G. Ambühl) und Diskussion

3. Verschiedenes

4. Ehrung von Ulrich Bucher

Anschliessend an die Versammlung offeriert die Partei Apéro-Gebäck. Getränke auf eigene Rechnung.

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Agenda

 

 

26. Oktober, Abend

Kantonaler Parteitag zum Thema Jugendgewalt (Detail siehe Inserat im Anzeiger)

7. November, 19.30 Uhr,
Restaurant Boccalino

Parteiversammlung: Budget der Einwohnergemeinde

11. November, 17 Uhr,
kath. Kirche Zuchwil

Konzert mit dem Gospelchor Biberist - Gerlafingen. Freier Eintritt. Organisiert von der Kulturkommission.

17. November, 10 - 12. Uhr,
Kunstmuseum Solothurn

Führung durch das Kunstmuseum mit Anna Barbara Fankhauser. Anlass zusammen mit der SP Luterbach.

25. November, 17 Uhr,
kath. Kirche Zuchwil

Piano-Konzert mit Alessandro Michelon. Freier Eintritt. Organisiert von der Kulturkommission.

10. Dezember, 20 Uhr

Gemeindeversammlung: Voranschlag 2002

19. Januar 2002, 14 - 18.30 Uhr

Weiterbildungsveranstaltung (mit anschliessendem Nachtessen) der SP Zuchwil für Mitglieder des Vorstandes, der Fraktion und der Kommissionen.

15. März 2002, 20.00 Uhr,
Pfarrsaal der kath. Kirche Zuchwil
Musik-Spektakel mit dem Angklung-Duo. Freier Eintritt. Organisiert von der Kulturkommission.

25. April 2002

GV SP-Wasseramt

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